| | Trockene Nasenschleimhaut Die Nase hat einiges zu bewältigen. Täglich atmet der Mensch etwa 10000 Liter Luft ein, in der sich alles mögliche befindet: Rauch, Abgas, Allergie auslösende Pollen, Bakterien oder Viren. Die Nase hat dabei die sehr wichtige Funktion, die Luft vor zu behandeln, d.h. sie von Schwebstoffen zu reinigen, sie auf Körpertemperatur anzuwärmen und zu befeuchten. Zu diesem Zweck ist die Nase mit einer Schleimhaut ausgekleidet, in der sich Schleimdrüsen befinden, deren Sekret die Nasenschleimhaut feucht hält. Der Gasaustausch in der Lunge wird so optimal vorbereitet, was aber nur funktioniert, wenn die Nasenschleimhaut ausreichend Feuchtigkeit an die Atemluft abgeben kann.
Warum trocknet die Nasenschleimhaut aus? Im Alltag ist das sensible Gleichgewicht der Nasenschleimhaut vielen Stressfaktoren ausgesetzt, die den Feuchtigkeitsstatus beeinflussen und die Funktionsfähigkeit der Schleimhaut schnell überlasten. Die Ursachen für trockene und gereizte Nasenschleimhäute sind sehr unterschiedlich: sehr trockenes Klima (zum Beispiel in den Bergen), überheizte Räume, Klimaanlagen im Büro oder im Flugzeug, Zug, Bus oder Auto, Rauch, Luftverschmutzung, sehr viel Staub. Bei Frauen in der Menopause trocknen die Schleimhäute generell aus und besonders auch die Nasenschleimhaut. Gewisse Medikamente, die die Nasenschleimhaut rasch abschwellen lassen, können ebenfalls die Ursache für eine trockene Rhinitis sein. Sie gehört zu den Nebenwirkungen bei längerer Anwendung dieser Produkte. Der kurzfristige Gebrauch eines abschwellenden Medikamentes ist bei Schnupfen jedoch sehr empfehlenswert.
Trockene Nasenschleimhaut: Beschwerden und ihre Folgen „Meine Nase juckt immer so“, „Ich habe ganz häufig Niesreiz“, „In letzter Zeit bekomme ich oft völlig überraschend Nasenbluten“, „In meiner Nase brennt es richtig“, „Meine Nase ist häufig so richtig zu, obwohl ich gar keinen Schnupfen habe“. Versteckt hinter all diesen Schilderungen lautet des Rätsels Lösung mit hoher Wahrscheinlichkeit trockene und gereizte Nasenschleimhäute. „Meine Atemwege sind so anfällig geworden, immer häufiger habe ich Husten, Schnupfen und bekomme eine Bronchitis“ – diese Schilderung beschreibt die klassischen Folgen einer trockenen Nase. Wenn die Nasenschleimhaut austrocknet, verliert sie zunehmend ihre Fähigkeit, die zu trockene und zu kalte Atemluft zu filtern. Das führt zu einer Reizung des Kehlkopfes und der Bronchien, die anfälliger werden und sich leichter infizieren.
Die trockene Nasenschleimhaut schützen und pflegen Um Beschwerden vorzubeugen, muss eine ausgetrocknete Nasenschleimhaut unbedingt behandelt werden. Die Behandlung besteht in der lokalen Befeuchtung der Nasenhöhlen. Dazu stehen verschiedene Präparate in Form von Spülungen, Sprays oder Nasensalben zur Verfügung. Nasenspülungen werden vorwiegend zur Reinigung eingesetzt, während sich Nasensalben durch eine längere Verweildauer auf der Schleimhaut auszeichnen. Eine weiter Möglichkeit, der trockenen Luft zu trotzen, ist die Installation eines Luftbefeuchters, der für eine optimale Raumfeuchtigkeit sorgen wird. Zu einem gesunden Raumklima gehört aber auch täglich mehrmals die Fenster zu öffnen. Öffnen Sie die Fenster fünf oder zehn Minuten vollständig, damit frische Luft reinkommen und verbrauchte, von der Heizung trockene Luft die Räume verlassen kann. Und nicht vergessen: Damit der gesamte Körper der trockenen Umgebung nicht ausdorrt, gilt es, täglich zwei bis drei Liter Mineralwasser, ungesüssten Tee und verdünnte Fruchtsäfte zu trinken. |